Nachtgedicht

Die Nacht ist meine Zeit:
Denn dann bin ich ihr nah,
Der großen Liebe.
Dann ist die Welt so weit,
Daß ich, was tags geschah,
Weit von mir schiebe.

Des Himmels schwarzer Samt
Bedeckt, was mich bedrückt,
Verhüllt die Sorgen;
Doch was mein Herz entflammt,
Was mich erhebt, beglückt –
Das kennt kein Morgen.

So wandre ich dahin
In sanftem Mondenschein
Und unter Sternen –
Und spür als tiefen Sinn
In meinem kleinen Sein:
Von dir zu lernen.

Februar/April 2003
 
 

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