Herbst

Und wieder ein Sommer vorüber.
Die Lüfte ziehn kälter durch Herz und Gemüt.
Der Himmel streift Dunkelheit über.
Schon längst ist verstummt jedes fröhliche Lied.

Es flackern die Schatten der Zweige
Im Licht der Laterne so unruhig und wirr.
Wie schnell geht ihr Laub schon zur Neige;
Sie zappeln im Totentanz, nackend und irr.

Der einsame Wanderer zittert
In plötzlicher Kälte und brausendem Wind.
Des Winters Gewalt naht erbittert
Weh denen, die nicht in Geborgenheit sind.

September 2002
 
 

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